Indianer!
 
 Was Spielten ihre Kinder ?  An was glaubten sie ? Was assen sie ?
Es gibt viele Geschichten und viel wurde geschrieben oder Erzählt....
was davon wahr ist oder Phantasie wissen wir nicht. Was davon kann man glauben ? Ich weiß es nicht. Ich persönnlich lese gerne Geschichten von den Indianer ,Amerikas Ureinwohner.
Diese Seite hab ich jetzt schon öffter gelesen und finde auch ihr solltet 
in den Genuss dieser Erzählung kommen.
                      
 
Die verschiedenen Stämme der amerikan. Ureinwohner, wie sie in einem Lexikon aus dem Jahr 1885 beschrieben wurden.
 
Wer kennt sie nicht, die in Stein eingemeisselten Häupter der Urväter Amerikas! Ist es nicht so, dass wichtige Häupter fehlen ?
                           
 
"Tatanka Yotanka" war ein Medizinmann der Hunkpapa, die zu den Teton Dakotas gehören. Er galt als ein grosser Politiker und Krieger zugleich.
                                                   
                                                                        
                                                               
                              Sitting Bull " Tatanka Yotanka" wie wir ihn kennen
 
Wie sollen wir im Allgemeinen von diesem Menschen reden ? Da scheiden sich bereits die Geister. Wenn wir Indianer sagen, weissjeder, von wem wir sprechen. Sagen wir Native Americans wird nachgefragt, ob wir die Indianer meinen. Diese selber, sind sich nicht einig, wie sie von uns Einwanderern genannt werden wollen. 
Manche sagen Native American, manche American Indians und andere wieder Indians, oder gar Indian..... Nun, somit hat uns dies weise Volk bereits wieder entschuldigt, wenn wir simpel Indianer sagen und gar nicht daran denken, dass es nicht bloss Indianer sind. Denn wir sind ja auch nicht einfach nur Europäer sondern Schweizer, Deutsche, Franzosen, Schweden, Engländer, Spanier, Portugiesen, Italiener, Belgier, Holländer, Türken, Griechen, Franken, Österreicher, etc.
                          
 
 
So sehr sich die weissen Eroberer aus dem Osten (Europäer, etc) bemühten, die amerikanische Urbevölkerung auszulöschen, es haben genug überlebt, um uns nicht nur an dies schandvolle Tun zu erinnern, sondern auch um das wundervolle Erbe ihrer Vorfahren, eines natürlichen, liebevollen Volkes zu bewahren.
 
In verschwindend kleine Reservate gepfercht versuchen diese Menschen nun, auf ihre Weise, zu existieren. Von uns aufgezwungene Lebensformen wollen sie nicht restlos übernehmen und zu ihrem Ursprung ganz zurückkehren, können sie nicht. Zuviel Wissen ging auf ihrem grausamen Weg der Unterdrückten, Verstossenen und Verachteten verloren, erbarmungslos niedergemetzelt, ihrer Würde und ihres Landes beraubt, bemühen sie sich nun, ihre eigene Identität zu finden. Ganz verschwunden sind die Indianer aus dem Amerika, das wir kennen nicht, denn viele Orte tragen noch heute indianische Namen.
Warum?
Die europ.Eroberer mussten sich im neu entdeckten Land orientieren, sie konnten längst nicht so viel Phantasie haben, um all die Orte neu zu benennen - nach europ.Manier. So sehr sie die amerikanische Urbevölkerung verachteten (allein die Spanier in Südamerika verbrauchten(!) die Indios ohne schlechtes Gewissen und ersetzten sie später durch afrikanische Sklaven, sie kommunizierten vorerst mit ihnen, um sich zurecht zu finden.
 
Die Namen veränderten sich über die Zeit, denn geschriebene Worte kannten die Indianer nie und wie ein Engländer oder ein Franzose ein gehörtes Wort schreibt, ist offensichtlich unterschiedlich. Auch in der Übersetzung selbst, gibt es Verwechslungen. Bsp.: Pasadena (Califonia) wurde mit "die Krone des Tals" übersetzt, aber kein Indianer würde die Bedeutung einer Krone gleichgesetzt haben wie wir(Kronen in unserem Sinn gab es nicht), geschweige denn ein Gebiet als Krone bezeichnet haben. Bsp: Napakiak und Napaskiak, beides Yu'pik Inuit Worte. Eines bedeutet "hölzener Pfahl," das andere "Holzmenschen." Gleich ausgesprochen, ähnliche Schreibweise, aber ein kleiner Buchstabe ändert die Bedeutung.
 
Wenn wir schon von verändern bzw. falsch übersetzen/aussprechen reden, möchte ich noch erwähnen, woher das Wort "Siuox" stammt: Die Chippewas nannten die Dakota "Nadoweis-siw," was soviel wie "Kleine Schlangen" bedeutet. Für die französischen Pelzhändler, die mit den Chippewas Geschäfte machten, war dieses Wort aber kaum auszusprechen. Sie veränderten das Wort zu "Nadouessioux" und benutzten schliesslich nur noch die Endsilbe "Sioux".
                                          
 
Hier füge ich ein paar Orte in Nebraska, mit ihrer Beschreibung/Herkunft an:
Minatare (Scotts Bluff County - 810 Einwohner) - die Region war ursprünglich Heimat der Minnataree, eine Linie aus der Sioux Stämme, bis sie ihr Land zwischen 1833 und 1876 abtraten. O.Jürgens brachte eine Herde Rindviecher, welches der Beginn der grossen Rindviehindustrie war. Erst 1900, als die Gemeinschaft an ihren heutigen Standort umzog, wurde Minatare, was "klare Wasser" bedeutet, aus dem Minnataree abgeleitet, genannt.
Nehawka ( Cass County - 232 Einwohner) - Omaha oder Otoe Wort für "rauschendes oder murmelndes Wasser". Samuel Kirkpatrik erhob 1855 Anspruch auf Land entlang des Weeping Creek. Es wurde ein kleinerer Kalksteinbruch angesiedelt und 1875 verlangte der Postbeamte, dass die kleine Stadt einen indianischen Namen bekommen sollte. 1914 wurde der Steinbruch jedoch stillgelegt, da die modernen Methoden am Platte River effizienter waren. Niobrara ( Knox County - 379 Einwohner) - Dr.Benneville Shelly und eine Gruppe Männer von den Council Bluffs gründeten 1856 eine Firma "L'eau Qui Court". Die Ponca, ein Sioux Stamm lebten ebenfalls dort, bis sie 1877 nach Oklahoma deportiert wurden. Niobrara ist ein Ponca oder Omaha für "ausbreitendes Wasser", die Bezeichnung für den Fluss, der an dieser Stelle in den Missouri River fliesst. Die Stadt wuchs stetig, aber nach der Überschwemmung 1881 wurde sie bergauf umgesiedelt.
 
Oconto ( Custer County - 141 Einwohner) - befindet sich auf der Kearney & Black Hills Verzweigung der Union Pacific Railroad. Oconta wurde 1887 gegründet, als die Lincoln Townsite Company 160 Acres = 647,5 Quadratkilometer kaufte. Die Company wollte den Ort Olax nennen, jedoch eine andere Stadt in Nebraska hiess Lomax. Da die gleich tönte, wurde Oconto gewählt, ein Menominee Wort für "Platz des Pflückens".
 
Wahoo ( Saunders County - 3942 Einwohner) - Als der Ort 1868 eine Postoffice bekam war wurde die Stadt Leesville, nach James Lee genannt. Später wurde sie Wahoo genannt. Dieses Gebiet war ein bevorzugter Otoe Lagerplatz. Wahoo ist das Otoe Wort für "brennender Busch", gemeint ist ein Busch, der für medizinische Zwecke genutzt wurde. Eine andere Quelle meint, dass Wahoo von Pawhoo, dem Pawnee Wort für "round bluffs" sei. Wahoo ist der Heimatort von George Beadle, Nobel Preisträger 1958 für seine Pionierarbeit(!) in der Gentechnik.
 
Yutan ( Saunders County - 1216 Einwohner) - östlich von Yutan baute der Missionar Moses Merriwell in den 1830ern eine Mission. Zuerst Clear Creek genannt, wurde die Stadt nach dem Otoe Häuptling L'etan (Yuton ausgesprochen). L'etans ursprünglicher Name war Shaumonekusse oder Shon-mon-i-case, was Prairiewolf bedeutet. Yutan war der Platz, an dem Pawnee, Delaware und Otos einen Vertrag unterzeichnetetn und war ab 1853 verlassen. Um 1876 began die Stadt neu aufzuleben, nachdem die Omaha & Republican Valley Railroad von Valley nach Wahoo und weiter nach Lincoln ihre Linie ausdehnten. Als die Passagiere ausblieben wurde der Service eingestellt, heute wird die Linie nur für den Gütertransport genutzt.
 
Weiter möchte ich hier mit einem Trugschluss aufräumen. Viele behaupten " Hokahe" heisse: "es ist ein guter Tag zum sterben". Nun, das stimmt so nicht... ich denke, die Bedeutung wurde in den Jahren der Indianerkriege verfälscht. "Hokahe" heisst (laut dem Lakota Dictionary) simpel: "Willkommen". Aber beachte: wenn ein Besucher durch anklopfen bittet in ein Haus eintreten zu dürfen, sagt er bei der Einladung durch den Gastgeber: "Hau". Beim Eintreten des Gastes sagt der Gastgeber: Hokahe, hel iyotaka! was bedeutet: Willkommen! Nimm Platz!". Aber wenn er vergisst dies zu sagen, ist der Besucher unzufrieden oder sogar verärgert. So einfach ist das.
 
  
                                                        
Wer waren die Ponca ?
 

Wer sind die Ponca, woher kamen sie ?

 

Nicht ganz fertig, aber interessant....

 

Karl Bodmer, der mit Baron Maximilian von Wied 1830 - 1836 durch Amerika reiste und im Mai 1833 auch kurz bei den Punca verweilte, zeichnete er folgendes Bild (versuche, noch ein besseres zu erhalten!!!) und schrieb dazu:

"Als ich nach dem Schiffe zurückkehrte, fand ich daselbst drei Punca-Indianer, den Chef dieses Stammes, Schudegacheh, dessen Bruder Passitopa und Hä-Ch-Gä (das Hirschgeweih mit Bast). Sie waren sämmtlich ansehnliche, starke Männer, gross und wohl gebildet, mit stark ausgewirkten Zügen, hohen Backenknochen, stark gebogenen Nasen und feurigen, dunkel schwarzbraunen Augen. Ihre Haare hiengen zum Theil bis gegen, auch wohl über die Schultern hinab, bei dem Chef waren sie kürzer gehalten, und hinten in eine flechte zusammen gedreht. Am Oberleibe waren diese Indianer nackt, nur um den Hals trugen sie ein verziertes Band, in den Ohrläppchen eine grosse Öffnung, bei dem Chef mit einem Zierrahte von Muscheln behängt. Seinen Bart unter dem Kinne, der nur aus langen sparsamen Haaren bestand, hatte er lang wachsen lassen. Um das Handgelenke trugen sie ein schmales Armband von weissem Metalle und ausser ihren sehr einfachen ledernen Beinkleidern waren sin in grosse Bisonfelle, der Chef aber in eine weisse wollene Decke gehüllt."

                                   Ponca von George Catlin 1861 gezeichnet

 

Das Wort »Ponca« bedeutet »heiliger Kopf«

Sie selbst nannten sich Oyateyamni. Oyate beudeutet: Menschen, Nation, Stamm oder Schar, Gruppe. Yamni bedeutet: drei.

 

Die Ponca sind ein Stamm der Sioux-Dhegiha-Sprachfamilie, der im Nordwesten von Nebraska, an der Mündung von Niobrara River und Missouri River, lebte und lebt.

                                     

Das Wort »Ponca« bedeutet »heiliger Kopf«

Sie selbst nannten sich Oyateyamni. Oyate beudeutet: Menschen, Nation, Stamm oder Schar, Gruppe. Yamni bedeutet: drei.

Die Ponca sind ein Stamm der Sioux-Dhegiha-Sprachfamilie, der im Nordwesten von Nebraska, an der Mündung von Niobrara River und Missouri River, lebte und lebt.

 

Die grosse Sioux Stammessprachgruppe entstand aus vielen kleineren Stämmen, aus den Ponca, Omaha, Osage, Kansa und Quaqaw. Diese fünf Stämme lebten einst in einen Gegend östlich des Mississippi, aber noch bevor Columbus America erreichte, begannen sie sich westwärts zu bewegen.

Omaha Chief, his wife and a warrior von George Catlin 1861 gezeichnet

 

Die Ponca und Omaha spalteten sich lange vor 1500 von den anderen Stämmen ab. Der Tradition nach folgten sie dem Des Moines River zu den Strömen, die an ihrer Mündung seine Quelle bildeten(Headwaters) und bewegten sich dann nach Nordost.

 

Wahrscheinlich überquerten sie den Missouri River und verdrängten den dort ansässigen Arikara-Stamm, der auf der Westbank des Missouri in einem Gebiet lebte, das später im Staat Nebraska liegen würde. Nach der Begegnung mit den Arikara trennten sich die Ponca und die Omaha. Die Zeit dieser Trennung wird nicht früher als 1390, jedoch nicht später als 1750 datiert. Sicher ist, dass um 1789 die Ponca auf dem Land, wo der Niobrara in den Missouri mündet, lebten. Der Poncastamm war nie sehr gross. Zwischen 1800 und 1900 waren sie möglicherweise nie grösser als 800 Stammesangehörige.

 

Sie erscheinen auf P.C. LeSeur’s Karte von 1701 und wurden wieder „entdeckt“ von einem Händler namens Juan Baptiste Munier im Jahr 1789. Zu dieser Zeit lebten sie in der Nähe der Niobrara River Einmündung und litten schwer an einer Smallpox (Kleine Syphilis)-Epidemie. Lewis und Clark beschrieben, dass ihre Zahl nur bei 200 Personen lag, als sie 1804 auf ihrem Weg das Poncadorf antrafen. 1874 waren sie wieder auf 733 Personen, die alle Nahe des Niobrara lebten, angewachsen.

 

 

Neben dem Anbau von Mais und Gemüse gingen sie auch der Jagd nach Rotwild und Antilopen nach. Kam die Bison-Saison stellten sie auch ihm nach. Auf dieser Jagd verwendeten sie als Behausung das Tipi, sonst kamen Erdhütten zum Einsatz. Die Haartracht der Krieger bestand aus einem Haarkamm auf glatt rasiertem Kopf, wie es für die südlichen Sioux-Stämme üblich war. Ihre Kleidung wurde aus Wildleder gefertigt und war reich verziert. Die Ponca waren mit den Omaha verwandt - wie oben bereits erwähnt wurde, sprachen die gleiche Sprache, bildeten aber zwei selbständige Einheiten. Sie besassen viele Pferde und wurden deshalb von feindlichen Stämmen fremder Sprachfamilien überfallen. Neben den Caddo waren auch die weiter nördlich lebenden Dakota-Stämme an den Überfällen beteiligt.

 

         

Shoo-de-gá-cha (The Smoke) Chief of the tribe und Hongs-káy-dee (Son of the Smoke) Great Chief wurden 1832 von George Catlin gezeichnet.

 

 

Wer einen ausführlichen Bericht über die Geschichte der Ponca lesen möchte, der klickt auf Karl Bodmers Zeichnung. Ich habe einen grossen Teil des Buches: " THE PONCA TRIBE" von James H. Howard übersetzt, habe allerdings alle "Vorkommnisse nach 1840 weggelassen.                                  

Zeichnung des Poncadorfes ca. 1833 von Karl Bodmer (Züricher Maler)

 

Die Ponca waren den Weissen freundlich gesinnt und gaben, als 1858 Regierungsbeamte zwischen den verschiedenen Stämmen Grenzen zogen, freiwillig einen grossen Teil ihres Landes an die U.S. Behörden ab. Dafür versprachen die Beamten ihnen Schutz und Wohnrecht in ihrem Stammesgebiet.

 

Die Ponca hielten ein viel kleineres Gebiet zurück und besetzten es. Sie vereinbarten binnen Jahresfrist nach der Ratifikation dieses Vertrages in das Gebiet umzusiedeln. Das neue Gebiet würde nun ihr dauerhaftes Zuhause sein.   Im Vorhaben um ihre Abtretung gültig zu machen, erhielten sie von den U.S.Behörden folgendes:

  1. Annuities - that is, cash payments - for 30 years

  2. educational institutions for ten year

  3. a mill to grind grain and one to saw timber

  4. an interpreter, a miller, a mill engineer, and a farmer

  1. Jahresrente – Barzahlung – für 30 Jahre
  2. Erziehungsinstitutionen für 10 Jahre
  3. Eine Mühle die Korn mahlt und etwas um zu sägen, zimmern
  4. einen Dolmetscher, einen Müller, einen Mühlingenieur und einen Farmer

 

Wie der Beauftragte der Indian Affaires in seinem Report 1858 erklärte, war sein Ziel, die Ponca zu kolonisieren und zu domestizieren.

Die Ponca planten für ein landwirtschaftliches Leben das Jagen aufzugeben. Wie auch immer, in anbetracht der verschiedenen Probleme wie: Ermangelung der Behörden sich an ihre Versprechen zu halten, Dürreperioden, Heuschrecken, und Konflikte mit den Sioux. Bis heute hielten sich die Ponca an ihre Versprechen und bestahlen oder attackierten niemals den Weissen Mann.

 

Standing Bear, der wohl berühmteste ihrer Häuptlinge, war im Poncastamm als Ma-chu-nah-zah bekannt. Er war in der Ponca Reservation um die 1834 geboren, manche Quellen sagen, er sei 1829 geboren. Weil er ungewöhnliche Fähigkeiten zeigte, wurde er in jungen Jahren Häuptling der Ponca.

                                              

                                             Standing Bear und seine Familie 

 

Die komplizierte „Verwandtschaft“ zwischen den Native American Stämmen und dem U.S.Government ist in diesem Zitat umrissen:

Indian Nations had always been considered as distinct, independent political communities, retaining their original natural right, as the undisputed possessors of the soil… The very term „nation“, so generally applied to them, means „a people distinct from others“.

 

John Marshall, 1832

Worcester v. Georgia,

31 U.S.(6Pet,) 515,561

Indianische Nationen verstanden sich immer als verschiedene, unab-hängige, politische Gemeinschaften, die ihre ursprünglichen, natürlichen Rechte, als die unbestrittenen Besitzer der Erde/des Landes, bewahren wollen … Die über sehr grossen Zeitraum derart generell angewandte „Nation“ bedeutet: "ein von anderen deutliches Volk"

 

John Marshall, 1832

Worcester v. Georgia,

31 U.S.(6Pet,) 515,561

 

Ein weiterer Vertrag war 1865 abgeschlossen, in dem geplant war das Reservat der Ponca in den Osten und Süden ihres früheren Standortes umzulegen. Der Stamm gab den grössten Teil ihres 1858 versprochenen Landes im Wechsel für Land südlich des Niobrara Rivers und Ponca Creek her. Sie bekamen dazu Inseln im Niobrara, die „in front“, also vor der neuen Reservation lagen. Dieser Vertrag war für eine Reservation von 96'000 acres (1acre=1'011,6Quadratmeter), was soviel ist wie Knox und Boyd County im heutigen Nebraska zusammen. Der Grund für den Vertrag dieses Verschiebens war vorgeschoben, die Ponca zu ihre alten Grabstätten und in ihr traditionelles landwirtschaftliches Gebiet zurückkehren zu lassen. Der dritte Grund war die Ponca von den Sioux wegzubringen, die den kleinen Stamm vom Westen her attackierten.

                                  

 

Nur 10 Jahre später wurde durch einen bürokratischen Fehler in Washington das Ponca-Land mit dem Stammesgebiet der Dakota vereinigt. Unglücklicherweise, für die Ponca, unterzeichnete 1868 die U.S.Behörde mit verschiedenen Gruppen der Sioux Nation einen Vertrag. Dieser Vertrag, als „Fort Laramie Vertrag“ bekannt geworden, schuf ein grosses Sioux Reservat, das den grössten Teil von South Dakota westlich vom Missouri River beinhaltete. Unglücklicherweise, die südliche Grenze von South Dakota beinhaltete ebenfalls teile des Gebietes der Ponca, das sie im Vertrag 1865 erhalten hatten. Konsequenterweise um die 96'000 acres des Stammeslandes(also das ganze Land) war den Sioux übertragen worden.

 

Wie konnte das passieren?

Weil die Beauftragten in Fort Laramie: General Sherman, Harney, Terry, etc die im Vertrag von 1865 mit den Ponca vereinbarten Bestimmungen vergessen wurden.

Darum, zwei verschiedenen (verfeindeten) Stämmen wurde das gleiche Land garantiert.

 

Dies bildete die Bühne für des Ponca-Stammes „Trail of Tears“.

                                                         

Black Foot, Standing Bear und Big Elk um 1889 bei einem Meeting mit den U.S. Behörden 

 


Trotz zahlreicher Proteste wurde der Fehler nicht rückgängig gemacht. Teton-Krieger verlangten von nun an Pferde der Ponca als Tribut. Weiterhin wurde ihnen von den stammesverwandten Dakota angedroht, sie von ihrem Land zu vertreiben, da sie es seit dem Vertrag als das ihre ansahen. Sieben lange Jahre waren die Ponca gezwungen, während der Feldarbeit immer das Gewehr griffbereit liegen zu haben. Der Kongress sah nun ein, den vertraglichen Verpflichtungen zum Schutz der Ponca nachzukommen. Sie erhielten eine geringe Abfindung für die entstandenen Verluste, die ihnen die Teton beigebracht hatten. Der Kongress der USA beschloss nach der Schlacht am Little Bighorn 1876 die Ponca, sowie die nördlichen Dakota in das Indianer-Territorium Oklahoma zu verlegen. Die Ponca hatten nie gegen die Vereinigten Staaten Krieg geführt. In ihr Stammesgebiet drangen immer mehr Siedler vor, da hier der beste Mais wachsen sollte. Zu Beginn des Jahres 1877 erfuhren die Ponca von ihrer Umsiedlung durch den Indianer-Inspektor Kemble, was aber der Oberhäuptling White Eagle ablehnte. Aus Washington wurde angewiesen White Eagle und zehn weiteren Häuptlingen das Indianer-Territorium zu zeigen. Sie fuhren zusammen mit Kemble zu zwei Reservaten und sahen, dass sich die Stämme in den felsigen Gebiet nicht selbst ernähren konnten. Ein Tag später sollten sie ihr zugeteiltes Land am Shicaska River sich ansehen, aber White Eagle und die anderen Häuptlinge lehnten ab. White Eagle wollte mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten verhandeln, aber Kemble verweigerte ihm dieses Anliegen. Er bezahlte auch die Rückfahrt in ihr Stammesgebiet nicht, so dass die Ponca-Häuptlinge 800 Kilometer gezwungen waren zu Fuss nach Hause zu laufen. Die Prärie von Kansas und Nebraska waren immer noch mit Schnee bedeckt und wenn ihnen - einige waren ältere Häuptlinge - ihre alten Freunde die Omaha und Oto nicht geholfen hätten, hätten einige von ihnen den Gewaltmarsch nicht lebend überstanden. Sie erreichten 40 Tage später ihre Heimat am Niobrara, wo bereits Kemble auf sie wartete. Doch nun bestanden alle Häuptlinge auf die Einhaltung des Vertrages und Kemble musste unverrichteter Dinge nach Washington zurückkehren. Auf den Rat General Shermans hin wurde beschlossen, die Ponca mit Gewalt umzusiedeln. Kemble wurde erneut vom Kommissar für Indianer-Angelegenheiten zu den Ponca geschickt. Er erreichte im April den Niobrara und drohte ihnen nun mit den Einsatz von Truppen. Daraufhin wollten 170 Stammesangehörige in die Reservation gehen, die Häuptlinge aber weigerten sich. Häuptling Standing Bear widersprach so heftig, dass man ihn festnahm und nach Fort Randall brachte. Als der neue Gesandte der Regierung Howard eintraf, wurde Standing Bear wieder freigelassen.

 

Nachdem Truppen eingetroffen waren, zwang Howard die Ponca am 15. April 1877 auf einer Beratung zur Umsiedlung. Am 21.Mai 1877 ging der Marsch los, der 50 Tage dauerte und vielen Ponca das Leben kostete. Ihre neue Heimat war die Quapaw-Reservation. Am Ende des ersten Jahres waren ein Viertel des Stammes in der Reservation an Krankheiten, da sie das Klima nicht vertrugen, gestorben, worauf die Ponca an das Westufer des Arkansas umgesiedelt wurden. Um ihr neues Schutzgebiet zu erreichen, mussten die Ponca 240 Kilometer zurücklegen, ohne dass man ihnen Lebensmittel und Medikamente mitgab.

 

Standing Bear und 66 seiner Anhänger verliessen im Januar 1879 heimlich die Reservation und strebten ihrer angestammten Heimat zu. Bei der Omaha-Reservation wurden sie von Soldaten abgefangen, auf Befehl von General Crook gefangen genommen und in das Fort Omaha gebracht. Mit Unterstützung von Crook gewannen sie einen Prozess und erhielten daraufhin von der US-Regierung Land nahe der Niobrara-Mündung. Auch die in der Reservation verbliebenen Ponca wollten in ihre Heimat ziehen, als sie von dem Land erfuhren, welches Standing Bear erhalten hatte. Whiteman, ihr Indianer-Agent, erlaubte dies nicht. Als sich Big Snake und der Bruder Standing Bears der Anordnung widersetzten, wurden sie - so hiess es – aus Versehen erschossen.

 

 Auf diese Weise war der Stamm der Ponca gespalten: Die einen lebten laut eines Gerichtsbeschlusses als freie Bürger in ihrem angestammten Land und die Mehrzahl der Stammesangehörigen mussten in einer Reservation als Gefangene ausharren

                             

 

BERÜHMTE PERSÖNLICHKEITEN

Big Elk

bedeutet gleich »Grosser Elch«. Er war Häuptling der Ponca.

Big Snake

bedeutet gleich »Grosse Schlange«. Er war der Bruder des Ponca-Häuptlings Standing Bear. Als er versuchte das Reservat zu verlassen und zu seinem Bruder ins Indianergebiet der Ponca nach Norden zu wandern, wurde er verhaftet. Im Büro des Indianer-Agenten Whiteman wurde er am 31. Oktober 1879 erschossen. Vom Innenministerium wurde der Mord als ein Versehen bezeichnet. Er galt unter seinen Stammesgenossen als Friedensstifter. Eine eingeleitete Untersuchung verlief ergebnislos.

                                                 

Standing Bear

bedeutet gleich »Stehender Bär«. Er war einflussreicher Häuptling der Ponca. Sein ältester Sohn starb im Januar 1879 wegen des schlechten Klimas im Reservat in Arkansas. Der letzte Wille des Sohnes war in der Begräbnisstätte der Ponca am Niobrara seine letzte Ruhe zu finden, was sein Vater ihm auch versprach. Deshalb unternahm der Häuptling mit der Leiche die Reise zum ehemaligen Stammesgebiet zusammen mit 66 Ponca. Unterwegs hatten sie einige Schwierigkeiten mit der Regierung sowie Armee. Auch mit einem Prozess, den Standing Bear gewann, wurden sie konfrontiert, was den Ponca an der Mündung des Niobrara einige hundert Morgen Land einbrachte.

 

White Eagle

(= Weisser Adler). Er war Oberhäuptling der Ponca, der sich 1877 weigerte in das Indianerterritorium Oklahoma zu gehen. Auch Standing Bear und andere Häuptlinge wehrten sich ihr Stammesgebiet zu verlassen. Dass ihre Entscheidung richtig war, erkannten sie bei einem Besuch in der Reservation mit dem Indianer-Agenten Kemble. Ihre Weigerung brachte ihnen einen 800 Kilometer langen Rückmarsch zu Fuss ein. Trotz ihres vertraglich zugesicherten Stammesgebietes wurden die Ponca am 21. Mai 1877 von US-Truppen in die Quapaw Reservation umgesiedelt, welche sie am 09. Juli 1877 erreichten. Die Ponca vertrugen aber in ihrer neuen Reservation das Klima nicht und bis Jahresende waren bereits ein Viertel von ihnen an Malaria gestorben, was dazu führte, sie nochmals nach dem 240 km entfernten Westufer des Arkansas zu verlegen. Auch hier starben wieder viele Poncas wegen des kalten Wetters. Standing Bear und seine Leute durften deshalb in ihre alte Heimat zurückkehren, aber White Eagle und die seinen mussten als Gefangene im Indianerterritorium bleiben.

“ Weg der Tränen” der Ponca

Nach Jahrzehnten der gebrochenen Verträge, litten die Ponca weiter unter den Attacken der South Dakota, fürchterliche Wetterverhältnisse und Mangel an finanziellem Support der U.S. Behörend. 1875 besuchte A.J, Carrier, der Ponca Agent Präsident Grant in Washington um mit ihm über den Umzug der Ponca in das Indianer Territorium zu reden. Grant war damit einverstanden, wenn die Ponca Willens für diesen Umzug wären. Carrier sagte aus, dass ein Umzug für die Ponca besser sei und kehrte in das Ponca Reservat zurück, um mit den Stammeshäuptlingen zu verhandeln. Als ein Resultat dieser Diskussionen unterzeichneten Standing Bear und andere Stammesmitglieder ein Papier, indem sie sich einverstanden erklärten, in das Indinaner Territorium umzuziehen.

Am 11. September und am 23. September 1875 hielt der Indianer Agent A.J.Carrier Verhandlungen mit den Poncas. Dieses Papier wurde nach der letzten Verhandlung unterzeichnet. Ein Wunsch war ebenfalls beinhaltet; eine Delegation aus Ponca Häuptlingen sollte es erlaubt sein das Indianer Territorium zu besuchen, um das neue Reservat auszuwählen. Carrier verlangte später, dass die Vereinbarungen die einstimmige Ansicht der anwesenden Ponca repräsentierten. Standing Bear aber beharrte später darauf, dass da ein Missverständnis war, da die Ponca Sprache kein eigenes Wort für das Land in dem Indianer Territorium habe. Er bestand auch weiter darauf, dass er annahm, er sei berechtigt in das Omaha Reservat umziehen zu können.

Wie auch immer, 1877 war der Indian Inspector E.C.Kemble von Washington beauftragt, mit den Ponca Häuptlingen zu verhandeln und Vereinbarungen zu treffen, sie könnten das Indianer Territorim besuchen und ein Teil für ein neues Reservat aussuchen.

Der „Weg der Tränen“ begann mit einem Erkundigungsauftrag (Scouting Mission). Am 2. Februar 1877 brachen E.C.Kemble, Ponca Agent J.Lawrence, Standing Bear und neun andere Ponca Häuptlinge in das Osage Reservat im Indianer Territorium auf, um einen neuen Sitz für das Ponca Reservat zu finden. Angemessene Vorbereitungen wurden für den Besuch bei den Osagen nicht getroffen und viele der Osagen Häuptlinge waren abwesend, als die Ponca ankamen. Folglich war kein seriöses Geschäft gemacht werden und das Land, welches den Ponca als möglichen Sitz für ihr Reservat gezeigt wurde war nicht befriedigend.

Standing Bear und die anderen Stammes Häuptlinge informierten Kemble, sie wollen nach hause gehen. Kemble war wütend über ihre Ablehnung andere Teile zu betrachten. Er nannte ihr Vorgehen „Aufsässigkeit“ und weigerte sich die Männer zurückkehren zu lassen. Am 21. Februar 1877 beschlossen Standing Bear und sieben seiner Stammeshäuptlinge selbst heim zu kehren. Es war Winter, sie mussten die meiste Zeit in der offenen Prärie übernachten und waren tagelang ohne Nahrung. Ein Agent für das Otoe Reservat in Gage County bemerkte, dass die Ponca Häuptlinge blutende Fussspuren im Schnee hinterliessen. Nach einer anstrengenden Reise erreichten die Ponca Häuptlinge das Ponca Reservat am 2.April 1877.

Unglücklicherweise war Kembel bereits zurück, und er hat neue Befehle aus Washington – die Ponca waren in das Indianer Territorium umzusiedeln, wenn nötig mit Waffengewalt.

Die Ponca waren in ihrem Willen umzuziehen gespalten. Diejenigen, willens nach Süden zu reisen verliessen mit Kemble am 16. April das Ponca Reservat. Im Mai starteten Standing Bear und die übrigen Ponca die lange Reise in das Indianer Territorium von der U.S.Armee vorwärts betrieben. Von Beginn an litten sie unter schlechtem Wetter und als der Stamm ihr Ziel erreichten hatte des Sommers bedrückende Hitze begonnen, sie wurden konstant von Insekten geplagt und hatten extreme Wetterverhältnisse. Neun Menschen starben auf der Reise, auch Standing Bears Tochter, Prairie Flower, die an Schwäche starb und in Mitford, Nebraska begraben wurde. White Buffalo Girl, Tochter von Black Elk und Moon Hawk starb ebenfalls und wurde nach Neligh, Nebraska begraben. Die Bewohnen von Neligh bestanden auf ein christliches Grab für das Mädchen mit einem hölzernen Kreuz auf dem Grab. Black Elk bat, das Grab seiner Tochter zu honorieren und 1913 errichtete Neligh ein Marmormonument. Es ist immer noch zu sehen.

Standing Bear kehrt zurück und wird verhaftet

Die Ponca waren sehr unglücklich mit dem Land und den Lebensbedingungen im Quaqaw Reservat. Das meiste des Landes konnte nicht kultiviert werden, die sanitären Einrichtungen erbärmlich. Agenten der Behörde weigerten sich angemessene landwirtschaftliche Geräte zu liefern und viele der Ponca starben an Malaria. Seit die Ponca Nebraska verlassen hatten, war fast ein Drittel des Stammes gestorben. Im Januar 1879 starb Standing Bears Sohn, Bear Shield. Der besorgte Häuptling entschied in das Stammesland in Nebraska zurückzukehren, um seinen Sohn zu begraben. Es war eine weitere schlimme Reise, aber im März 1879 erreichten Standing Bear und sein Gefolge das Omaha Reservat.

Standing Bear und sein Gefolge verliessen das Indianer Territorium ohne Genehmigung der nationalen Behörde, wurden verhaftet und zurückgeschickt. Der Haftbefehl durchlief die Mitteilungslinie von General Sherman in Washington zu General Sheridan in Chicago bis General Crook in Omaha.

Unter Crooks Befehl verhaftete Lieutenant Carpenter und vier seiner Männer Standing Bear mit seinem Gefolge und eskortierten sie nach Fort Omaha, wo sie gefangen gehalten wurden, bis sie ins Indianer Territorium zurück gebracht würden.

Standing Bear und andere Mitglieder des Stammes wurden am 27. März 1879 in Untersuchungshaft in Fort Omaha genommen. Post Commander, Colonel John H.King berichtete, der schlechte Gesundheitszustand der Menschen und der miserable Zustand der Pferde mache ein Umlegen in das Indianer Territorium unmöglich, zu dieser Zeit.

Standing Bear hatte Glück im Unglück, denn die schlimme Situation der Ponca kam Thomas Henry Tibbles, dem Assistent Herausgeber des Omaha Daily Herald zu Ohren. Er war ein glühender Kämpfer und sympatisierte mit den Indianern.

Offen bleibt, wie Tibbles diesen Fall herausfand. 1880 sagte Tribbles aus, er sei über diesen Fall durch seinen Herausgeber der Zeitung Omaha Daily Herald informiert worden.

Aber, Jahre später, nach General George Crooks Tod, verriet Tibbles, dass er durch Crooks Einschreiten über Standing Bears Fall informiert wurde. Er berichtete über ein Gespräch mit Crook. Crook habe gesagt: „Ich bin gezwungen die meiste Zeit, auf Befehl Washington, viele höchst unmenschliche Dinge im Umgang mit den Indianern zu tun, und nun bin ich gezwungen noch mehr grausames zu tun als je zuvor.“

                                                               

                                                                               General George Crook

Die militärische und gesetzliche Antwort

Wenn wir in der Geschichte des Amerikanischen Westens zurückblicken, ist der Populärste Blick der einer brutalen Armee und der Willen die Indianisch Bevölkerung auszurotten. Diese Betrachtungsweise wurde uns zu Genüge durch miese Geschichten, Fernsehfilme und schlechte Kinofilme suggeriert.

Da war Brutalität, jedoch nicht jeder Armeeoffizier im Westen war blutrünstig. Viele hegten Sympathien mit dem notleidenden Volk und gingen in die Opposition gegen die Behörden die alle Indianer in das Indianer Territorium verbannen wollten.

Nach 1871, schrieb General George Crook an Präsident Grant und machte seine Opposition gegen diese Meinung offiziell. Aber seine Gefühle wurden niemals publik gemacht, da er es selbst als unpassend ansah öffentlich Stellung zu nehmen, als hoher Offizier verständlich. Nachdem er das Kommando über das Platte Departement übernommen hatte, kam er zu der Überzeugung, dass seine offiziellen Stellungsnahmen nicht sehr produktiv gewesen waren. Folglich, verschuf er sich nach 1879 mehr Gehör bei seiner Kritik an der Indianerpolitik.

General Crook verhörte am 31. März 1879 Standing Bear und andere seine Stammesangehörigen in Fort Omaha. Der Journalist Thomas Tibbles war zu diesen Verhören eingeladen. General Crook fragte Standing Bear, warum dieser das Indianer Territorium verlassen hatte und Standing Bear antwortete:

„Zuletzt blieb mir nur ein Sohn übrig, dann wurde auch er krank. Als er im Sterben lag bat er mich ihm eine letzte Ehre zu erweisen. Er bat mich ihn, wenn er tot sei, zurück in die Grabstätten unseres Heimatlandes, bei den Wassern des Niobrara zu bringen. Ich versprach. Als er starb, legten ich und die Meinen seinen Leichnam in eine Kiste und dann auf einen Wagen, dann gingen wir nordwärts.“

Nachdem Standing Bear gesprochen hatte, drückte General Crook seine Sympathie mit den Ponca aus, führte aber aus, dass er einen direkten Befehl habe und gehorchen müsse. „ Es ist … eine sehr unangenehme Pflicht.“

Die Notlage der Ponca überzeugten General Crook, so dass er aggressiver wurde seine Ansichten zu äussern. Crooks Position brachte ihn in einen offenen Konflikt mit den Grundsätzen der Behörden, jedoch auch in eine nähere Allianz mit der Gruppe der zivilen Reformern, denen er früher misstraut hatte. Thomas Tibbles zittierte Crook, dieser habe gesagt, er würde seine Stellung aufgeben, wenn er glaubte, es würde helfen die Behörde davon abzuhalten die Ponca zu zwingen in das Territorium zurückzukehren. Crook wurde ebenfalls zitiert, er würde direkt in Washington Berufung einlegen, wenn er nicht wüsste, dass die Behörden typischerweise immer Befehle gaben, die genau das Gegenteil von dem bedeuteten, was er vorgeschlagen habe.

Die Verhandlung

Während Crook über die Ponca in Fort Omaha wachte, arbeitete Tibbles fieberhaft daran Standing Bears Geschichte zu erzählen und zog Unterstützung für die Sache der Ponca heran. Er telegraphierte Crooks Verhör mit Standing Bear zu den Zeitungen im Osten und schrieb sehr leidenschaftliche Leitartikel für den Omaha Herald am 1. April 1879. Tribbles zog die Unterstützung der Minister der führenden Kirchen in Omaha heran und schickte ein Telegramm an Carl Schurz, den Sekretär des Inneren und ersuchte ihn seinen Umzugsbefehl aufzuheben.

Tibbles erzwang einen Gerichtsfall, basierend auf den vierzehnten Zusatz der Verfassung und übertrug diesen einem Freund, John L.Webster, ein Richter in Omaha, ebenso den Richter der Union Pacific Railroad, A.J. Poppleton. Beide Männer bestätigten Standing Bear und die Ponca unentgeltlich zu verteidigen.

  • Verfassungszusatz 14 aus dem Jahr 1868: Volle Bürgerrechte für ehemalige Sklaven und alle in den USA geborenen Menschen, auch die Einzelstaaten müssen die Grundrechte beachten.

 

ZUSATZARTIKEL XIV

 

Abschnitt 1

 

Alle Personen, die in den Vereinigten Staaten geboren oder eingebürgert sind und ihrer Gesetzeshoheit unterstehen, sind Bürger der Vereinigten Staaten und des Einzelstaates, in dem sie ihren Wohnsitz haben. Keiner der Einzelstaaten darf Gesetze erlassen oder durchführen, die die Vorrechte oder Freiheiten von Bürgern der Vereinigten Staaten beschränken, und kein Staat darf irgend jemandem ohne ordentliches Gerichtsverfahren nach Recht und Gesetz Leben, Freiheit oder Eigentum nehmen oder irgend jemandem innerhalb seines Hoheitsbereiches den gleichen Schutz durch das Gesetz versagen.

Die beiden Verteidiger beauftragten Richter Elmer S.Dundy des Gerichtshofes der Vereinigten Staaten eine gerichtliche Anordnung zu schreiben, dass General Crook zu zwingen die Haft gegen die Ponca aufzuheben. Dundy, für seine Sympathie für die Unterdrückten bekannt, schrieb diese Anordnung und forderte die gegnerischen Parteien auf, vor ihm anzutreten.

Die Verhandlung wurde am 30. April 1879 im Omaha eröffnet und dauerte zwei Tage.

 

G.M.Lambertson repräsentierte die U.S.Behörden und deren Argumente waren simpel: Indianer seien weder eine Person noch ein Bürger im Sinne der Meinung des Gesetzes und könnten darum keinen Prozess gegen die Behörden anstreben. Ferner wetteiferte Lambertson weiter, dass die Poncas zu ihrer Tradition zurückkehren wollten, was von den Behörden abgelehnt werde, und als Indianer kein Anrecht auf Rechte und Privilegien von Bürgen besässen.

Die Verteidiger der Ponca legten Wert darauf, dass die Ponca auf Stammesautoritäten verzichtet hatten, Farmer geworden waren, grosse Vortschritte in die Assimilisation gemacht hatten und hätten das Anrecht, laut dem 14. Zusatzartikel der Verfassung, wie alle anderen Personen behandelt zu werden. Die Verteidiger argumentierten dass die U.S.Behörden kein Recht haben, den Ponca das Land wegzunehmen und sie in das Indianer Territorium umzusiedeln.

Nachdem beide Seiten ihre Argumente vorgelegt hatten, erlaubte Richter Dundy Standing Bear seine Sicht der Lage zu beschreiben. Standing Bear sprach kein Englisch, wurde aber von der Dolmetscherin Susette „Bright Eyes“ LaFlesche Tibbles übersetzt.

Standing Bear stand in seiner Grösse vor Gericht und hob seine Hand in Richtung des Richters:

„Diese Hand ist nicht von gleicher Farbe wie Eure, aber wenn ich sie schneide, werde ich Schmerzen spüren. Wenn Ihr eure Hand schneidet, fühlt Ihr ebenso Schmerz. Das Blut, das von meiner Hand fliessen wird, ist von der gleichen Farbe wie das Eure. Ich bin ein Mensch. Gott hat uns Beide gemacht.“

Der Entscheid

Nach einer kurzen Besprechung erliess Richter Elmer Dunde eine Verfügung, die viele Beobachter überraschte und verursachte Kommentare über das Land. Der Richter fand, dass „ein Indianer eine Person im Sinne des Rechts“ sei und dass Standing Bear illegal war zurückgehalten worden. Dundy erliess eine „gerichtliche Anordnung“, welches ein „Befehl einen Körper zu erzeugen“ oder jemanden zu entlassen, der illegal zurückgehalten wurde.

Hier sind die fünf Schlüsselpunkte der Regeln:

First. That an Indian is a person with the meaning of the laws of the United States, and has therefore the right to sue out a writ of habeas corpus in a federal court and before a federal judge, in all cases where he may be confined, or in custody under color of authority of the United States, or where he is restrained of liberty in violation of the constitution or laws of the United States.

 

Erstens. Dass ein Indianer eine Person im Sinne der Bedeutung des Gesetzes der Vereinigten Staaten ist, und deshalb das Recht hat, aus einer Verfügung von Habeaskorpusakte in einem Bundesgericht und vor einem Bundesrichter in allen Fällen, wo er beschränkt werden kann, oder in Aufsicht unter der Flagge der Autorität der Vereinigten Staaten, oder wo er verhalten ist über Freiheit in Übertretung der Verfassung oder Gesetzen der Vereinigten Staaten einzuklagen.

„Erstens. Dass ein Indianer eine Person im Sinne des Gesetzes der Vereinigten Staaten ist, und darum das Recht hat vor einem Bundesgericht seine Rechte geltend zu machen, und dies in jedem Fall.

 

Second. That General George Crook, the respondent, being the commander of the military department of the Platte, has the custody of the relators (the Poncas) under color of authority of the United States, and in violation of the laws thereof.

 

Zweitens.

Dieser General George Crook, der Befragte, der Kommandant sein von der militärischen Abteilung des Plattes, hat die Aufsicht über das relators (die Poncas) im Auftrage der Autorität der Vereinigten Staaten und Übertretung davon der Gesetze.

 

Third. That no rightful authority exists for removing by force any of the relators to the Indian Territory, as the respondent has been directed to do.

 

Drittens. Dass keine rechtmäßige Autorität dafür existiert, dass sie durch Gewalt einiges des Grundstückmakler(?) zum indianischen Gebiet entfernt, da es angeordnet worden ist, dass der Befragte tat.

 

Fourth. that the Indians possess the inherent right of expatriation as well as the more fortunate white race, and have the inalienable right to life, liberty and the pursuit of happiness, so long as they obey the laws and do not trespass on forbidden ground. And...

 

Viertens. Dass die Indianer das inhärente Recht von Expatriation sowohl als auch desto mehr die glückliche weiße Rasse besitzen und das unveräußerliche Recht auf das Leben, Freiheit und das Streben nach Glück so lang wie sie die Gesetze befolgen und verbotenen Boden nicht unbefugt betreten haben. Und ....

 Fifth. Being restrained of liberty under color of authority of the United States, and in violation of the laws thereof, the relators must be discharged from custody, and it is so ordered.

 

Fünftens. In Verhalten der Freiheit unter der Farbe der Autorität der Vereinigten Staaten und davon in Übertretung der Gesetze seiend, muss der Relator von der Aufsicht entladen werden, und es wird so bestellt.

 

Standing Bear war frei an den Niobrara River zurückzukehren. Er tat es und begrub seinen Sohn.

 

„Zweitens. Dass General George Crook, der Beklagte, da er der Kommandand des Militär Departements am Platte ist, den Schutz der Anvertrauten/Verwandten (die Ponca) unter der Farbe der Autorität der Vereinigten Staaten, und deren Gesetze folglich verletzt/gebrochen hat.

„Drittens. Dass keine rechtmässige Amtsgewalt für eine Entfernung der Anvertrauten mit Gewalt in das Inidianer Territorium existiert, wie der Beklagte angewiesen war zu tun.

„Viertens. Dass die Indianer das innewohnende Recht auf Ausbürgerung gleich wie die mehr glückliche weisse Rasse besitzen, und das unveräusserliche Recht auf „Leben, Freiheit und das weiterführen des Glücks“ haben, so lange sie den Gesetzen gehorchen und nicht unbefugt verbotenes Land betreten. Und...

 

 

 

„Fünftens. Beherrscht von der Freiheit unter der Farbe der Autorität der Vereinigten Staaten, und wegen der Übertretung des Gesetzes, müssen die Anvertrauten aus der Obhut freigesprochen werden, und so ist es befohlen.“

 

 

 

 

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