Hier schreibe ich Euch ein paar Rezepte auf, die ich alle mittlerweile ausprobiert habe und ich muss sagen, die indianische Küche ist zwar mitunter recht süss...... aber sehr gut !!!

 

Gebratene Waldpilze mit Zwiebeln

Viele der nordamerik. Indianer sammelten und assen Wildpilze. Für die Indianer in den Plains aber, wo es spärlich regnet, waren Pilze eine Delikatesse. Frauen und Kinder kannten genau die verschiedenen geniessbaren Sorten. Die Pilze wurden gebraten oder auch an Suppen und Eintöpfe gegeben. Ein Teil der Ernte wurde auch als Wintervorrat getrocknet.

Rezept für 4-6 Personen
 
350 g Wildpilze (Morcheln, Pfifferlinge, Hallimasche oder Austernseitlinge)
 
4 Scheiben geräucherter Bauchspeck
 
2 Frühlingszwiebeln, in Scheiben geschnitten
 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
 
 
Große Pilze in Scheiben schneiden. Speck in einer großen Pfanne bei mittlerer bis niedriger Temperatur auslassen. Herausnehmen, hacken und beiseite stellen. Temperatur auf mittlere bis hohe Stufe hochschalten. Pilze mit den Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben und 1-2 Minuten scharf braten, bis sie gerade gar sind. Die Speckstückchen hinzufügen und alles rasch vermischen. Salzen, pfeffern und heiss servieren.
            
 
 

Maisbrot der Cheyenne

Mit der Herstellung feiner Maisbrote wie diesem begannen die Indianer vermutlich in den Anfängen ihres Reservat Lebens, als die jungen Frauen in verschiedenen staatlichen und kirchlichen Internaten(welche meist grausam waren) in oder bei den Reservaten die Haushaltführung erlernten. Dabei wurde den jungen Frauen auch das Backen von Broten und Kuchen im Herd beigebracht, den sie bis dahin nicht kannten.

Rezept für 6 Personen
900ml Milch oder Wasser
250g gelbes oder weisses Maismehl
3 Eier, getrennt
4 EL zerlassene Butter
1 1/2 TL Salz
 
 
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
 
Backofen auf 190°C vorheizen. Milch in einem großen Topf bei mittlerer Temperatur zum Kochen bringen. Maismehl langsam einrühren und einige Minuten unter Rühren kochen, bis es eindickt. Eigelb, Butter und Gewürze mit dem Schneebesen unterziehen. In einer zweiten Schüssel die Eiweiß zu Schnee steif schlagen und unterheben. Teig in eine 2-Liter-Backform füllen. Das Brot 30-40 Minuten backen, bis es locker aufgegangen und die Oberseite goldbraun ist.
 
                                   
 
                  
 
 
Kürbis mit Hackfleischfüllung nach Art der Hidatsa
Viele Stämme in den Plains kannten den Wildreis aus ihrer ursprünglichen Heimat, der Umgebung der Grossen Seen und dem nördlichen Waldland. Er wurde zu einem begehrten Handelsgut und fand als solches seinen Weg von den Wald- zu den Prärievölkern. Später wurde er von den Jagdvölkern in den Ebenen, denen ihre angestammten Reissümpfe längst weggenommen worden waren, gegen Bisonhäute und getrocknetes Fleisch getauscht.
 
Die Dörfer der Mandan und Hidatsa am Missouri im heutigen zentralen North Dakota waren bedeutende Umschlagplätze für einheimische und nichtindianische Nahrungsmittel. Diese Stämme kultivierten Gartenkürbis und Squash und trieben Handel mit Indianern im Osten und Norden, wodurch ihre Ernährung abwechslungsreicher war, als die ihrer nomadischen Nachbarn.
Rezept für 6 Personen
1 Kürbis von 1800-2250 g
2 TL Salz, 1/2 TL Senf pulver, 1-2 EL Pflanzenöl
450g Hackfleisch vom Hirsch, Rind oder Büffel
1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
150 g Wildreis, gekocht
3 Eier, verquirlt
1 TL zerriebener getrockneter Salbei
1/4 TL frisch gemahlener Pfeffer
 
Backofen auf 175°C vorheizen. Vom Kürbis einen Deckel abschneiden, die Kerne und Fasern entfernen. Den Kürbis innen mehrfach mit einer Gabel einstechen und mit 1 TL Salz und dem Senf pulver ausreiben. Öl in einer großen Pfanne bei mittl. Temp. erhitzen. Das Fleisch mit der Zwiebel unter Rühren bräunen. Die Pfanne vom Herd nehmen. Den Wildreis, die Eier, 1 TL Salz, Salbei und Pfeffer untermengen. Den Kürbis mit der Mischung füllen. Eine flache Ofen feste Form gut 1 cm hoch mit Wasser füllen. Den Kürbis in die Form geben und 1 1/2 Stunden backen, bis er gar ist. Nach Bedarf weiteres Wasser hinzufügen, damit er nicht ansetzt. Zum Servieren den Kürbis mit der Füllung wie eine Torte aufschneiden.
 

 

 

Pueblo Pork Roast (Schweinebraten Pueblo)

Die Küche der Pueblo-Indianer im Süden war ganz anders als die der Prärie-Indianer im Norden: Hier gab es andere Gewürze und Gemüsesorten und die Rezepte (wie dieser Schweinebraten hier) erinnern sehr an mexikanische Küche.

 

Zutaten

1/4 Tasse Öl
1,5 Tassen gehackte Zwiebeln
3 Knoblauchzehen, gehackt
4 zerdrückte, getrocknete Wacholderbeeren
Prise Korianderpulver
1 Lorbeerblatt
1 EL Chilipulver, 1 TL Salz
1 1/4 Tasse Wasser
1 Tasse pürierte Tomaten (Fertigprodukt)
2/3 Tasse Essig
1/2 Tasse Honig
1 Riegel Zartbitterschokolade
2,5 Kilo Nackenbraten vom Schwein

 

Zubereitung

Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln darin glasig dünsten. Gewürze hinzufügen und nochmals kurz schmoren lassen. Restliche Zutaten (bis auf Schokolade und Fleisch) hinzugeben und 30 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Dann Schokolade einlegen, schmelzen lassen, durchrühren und offen 20 weitere Minuten sanft köcheln lassen, bis die Soße ziemlich dick ist. Backofen auf 170 Grad vorheizen, das Fleisch mit der Soße bestreichen und etwa drei Stunden lang backen. Dabei immer wieder mit der Soße bestreichen.

                                                 

                                         

 

 

                   Succotash 

 

 MaisBohnenGemüse

 

Succotash ist ein Bohnengemüse, das in vielenVariatinen gekocht wird. 
Es stammt ursprünglich von den Indianern Neuenglands, wurde dann aber von den Pennsylvania Dutch etwas verfeinert.

Zutaten

2 EL Schmalz
2 gehackte Zwiebeln
1 gehackte Paprikaschote
2 kl. gewürfelte Kartoffeln
1/4 l kochendes Wasser
2 Tassen Kidneybohnen (aus der Dose)
1 gr. Dose Tomaten
1 TL Zucker
400 g Maiskörner aus der Dose (abgegossen)
Salz und Pfeffer

Zubereitung

Zwiebeln und Paprikaschote in dem Schmalz gut andünsten, dann die Kartoffeln und das Wasser hinzugeben. Etwa 15 Minuten kochen lassen, dann Bohnen dazugeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen. Dann Tomaten, Mais und Zucker dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz erhitzen und servieren - entweder als vegetarisches Hauptgericht oder als Gemüsebeilage zu kurzgebratenem Fleisch.

 

 

Pennsylvania Dutch ist die Bezeichnung für eine Gruppe von deutschsprachigen Einwanderern, die sich seit dem 17. Jahrhundert in Pennsylvania, einem späteren US-amerikanischen Bundesstaat, angesiedelt haben und die ursprünglich mehrheitlich aus der Pfalz kamen. Es handelte sich um Protestanten wie z. B. Mennoniten, Amische und Mitglieder der Herrnhuter Brüdergemeine. Die von ihnen besiedelte Region wird in Amerika auch als Pennsylvania Dutch Country bezeichnet. Zu dem zunächst besiedelten Kerngebiet gehören die Städte Allentown, Hershey, Lancaster, Reading und York. Die Sprache dieser Gruppe von Deutschamerikanern, die teilweise noch heute gesprochen wird, heißt Pennsylvania Deitsch, offiziell Pennsylvania German.

 

Bannock-Brot

der Chippewa-Indianer

Die indianische Küche kennt keine Treibmittel für Brot - insofern wurden diese Mais-Fladenbrote als eine Art Pfannkuchen gebraten. Bannock-Brot kann man salzig oder süß zubereiten.

Zubereitung

In einer Schüssel alle Zutaten gut verrühren. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Teig löffelweise hineintropfen lassen und mit einem Löffel etwas flachdrücken, auf beiden Seiten knusprig braun braten.

oder auch -

Mehl, Salz und wasser zu einem geschmeidigen Teig verrühren. In einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl goldbraun werden lassen. Fertig. Für den süßen Geschmack mit Rosinen vermischen. Für das herbe Speckwürfel. Oder den Teig rusikal um einen Ast wickeln und im offenen Feuer goldbraun werden lassen.

 

 

Pemmican

 

Das ist einem Modernen  Müsli-Riegeln nicht unähnlich. Das klassische Pemmican bestand zusätzlich noch aus Schmalz und fein gestampftem Trockenfleisch und diente als energiereiche Nahrung, wenn sich die Indianer Nordamerikas im Winter auf Jagdzügen befanden.

 

Zutaten

2 Tassen Rosinen
2 Tassen getrocknete Datteln
2 Tassen gemischte Nüsse (Pecans, Walnüsse, Cashews, Erdnüsse - nicht gesalzen)
Honig (genug, um die Masse zu binden)

Zubereitung

Trockenfrüchte und Nüsse in der Küchenmaschine grob hacken. Soviel Honig hinzumischen, dass sich die Masse verbindet und die Form behält. Auf eine geölte Fettpfanne streichen und sehr kalt stellen. Dann in Stücke schneiden und in Alufolie wickeln.

 

 

 

 

 
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